Projekte

 

 

 

Kleinmond befindet sich in der Provinz Westkap in Südafrika. Die Kleinstadt liegt 25 Kilometer nordwestlich von Hermanus und 110 Kilometer östlich von Kapstadt am Atlantischen Ozean. Die Stadt hat etwas mehr als 7.000 Einwohner, wovon allein 4.000 im Township wohnen.

In diesem Armenviertel, wo sich Wellblechhütte an Wellblechhütte drängt, wo es kein fließendes Wasser und keine befestigten Straßen gibt, helfen wir. Denn so bald die Kinder und Jugendlichen in die Spirale der Armut und Hoffnungslosigkeit abgerutscht sind, ist es für sie schwierig, von selbst wieder aus diesem Teufelskreis zu entkommen. Ohne Bildung haben sie keine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben, stattdessen befinden sie sich in einer lebenslangen Abhängigkeit.

Unsere Hilfsangebote

Mit unserem Projekt „ein Care Center für die Kinder in Kleinmond“, das den wunderschönen Namen „iThemba elitsha“ bekommen hat, setzen wir das um, was die Worte übersetzt bedeuten: wir geben „neue Hoffnung“.

Wir holen die Kinder und Jugendlichen weg von der Straße und raus aus dem Umfeld von Drogendealern und Bandenkriminalität. Wir bieten ihnen ein sicheres Umfeld, eine warme und gesunde Mahlzeit am Tag, Bildungsarbeit sowie Spiel und Spaß mit Anderen. Dabei erlernen die Kinder und Jugendlichen nicht nur wichtige Kenntnisse für ihre Schul- und Berufsausbildung, sondern bekommen auch Werte wie Gemeinschaftsgefühl, Respekt, und Verantwortungsbewusstsein vermittelt.

Mit unserem Care Center legen wir die Schwerpunkte unserer Unterstützung auf die drei Bereiche Gesundheit, Sicherheit und (Berufs-) Bildung und bieten aktuell 25 Kindern:

  • Eine warme, gesunde Mahlzeit pro Tag
  • Hausaufgabenbetreuung
  • Freizeitaktivitäten, die den Kindern Spaß und Freude bereiten, die aber auch ihren Teamgeist und ihr Verantwortungsbewusstsein stärken (z.B. durch Fußball, Theater- und Musikgruppen, Aufgaben im Obst- und Gemüsegarten …)
  • Drogenberatung sowie Suchtprävention
  • Sichere Wege zu und von dem After-School-Care-Center
  • Vorträge und Workshops zu weiteren Themen, wie gesunde Ernährung, HIV/Aids-Prävention, Umgang mit Frustration, Gruppenzwang, zerrütteten Familien, häuslicher Gewalt …
  • Unterstützung bei der Suche nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen

Das Care Center ist vormittags für Kinder und Jugendliche ohne Geburtsurkunde sowie für Teenagermütter geöffnet. Beiden Zielgruppen wird der Schulbesuch verweigert, was zu zusätzlicher gesellschaftlicher Ausgrenzung und hohen Raten von Analphabetismus führt. Am Nachmittag – nach Schulschluss – öffnen wir das Care Center dann für die anderen 12- bis 18-Jährigen.

Vereinsgründerin und Projektpartner

Das Projekt „iThemba elitsha – neue Hoffnung e.V.“ wurde 2017 durch die Initiatorin Simone Dimmerling, nach einem mehrmonatigen, ehrenamtlichen Einsatz in einem Kinderheim in Kleinmond gegründet.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit den afrikanischen Nichtregierungsorganisation „Child Welfare“ und in Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein „Themba Labantu e.V.“ umgesetzt. Das Projekt wird finanziell gefördert durch die DER Touristik Foundation mit Sitz in Frankfurt, durch die eurhope mit Sitz in Frankfurt sowie durch Spenden und regelmäßige Mitgliedsbeiträge.

Covid-19

Südafrika wurde durch die Corona-Pandemie ganz besonders hart getroffen und bis heute gibt es im ganzen Land hohe Infektionszahlen und Sterberaten sowie harte Einschränkungen im Alltag der Menschen, wie z.B. hohe Raten der Arbeitslosigkeit und langfristige Schulschließungen. Um den Kindern auch in dieser herausfordernden Zeit weiterhin einen Zugang zu Bildung zu ermöglichen, können alle Kinder aufgrund der Schulschließungen aktuell ganztägig in das Care-Center kommen. Es gibt ein angepasstes Hygiene-Konzept und alle Corona-Schutzmaßnahmen werden eingehalten.

Neue Suppenküche

Im Jahr 2022 wird planmäßig unsere neue Suppenküche eröffnet, mit der wir 60 weiteren Kindern eine gesunde Mahlzeit pro Tag anbieten können. Dies ist ein wichtiger Schritt, denn gesunde, ausgewogene Ernährung können sich nur die wenigsten Township Bewohnerinnen und Bewohner leisten. Besonders in Zeiten von Corona und der dadurch bedingt hohen Arbeitslosigkeit (>40%) ist dies fast unmöglich geworden.

So bilden billiges, aber ungesundes Junkfood (Kekse, Chips und Maisbrei) für Viele die Ernährungsgrundlage. Mangelernährung und andere Krankheiten wie z.B. Diabetes sind die Folge. Obst und Gemüse sind leider verhältnismäßig teuer und für die meisten unerschwinglich – unter anderem, da viele Einheimische während des Apartheitsregimes ihrer landwirtschaftlichen Nutzflächen beraubt wurden und heute internationale Nahrungsmittelkonzerne die Lebensmittelproduktion in Südafrika dominieren. Hinzu kommt die starke Verbreitung weiterer Erkrankungen in dem Township von Kleinmond (HIV Rate von 12,8%, Tuberkulose, psychische Erkrankungen).

Das Einkommen vieler Township-Bewohnerinnen und Bewohner reicht hingegen nicht einmal für das Nötigste. Einer vierköpfigen Familie im Township stehen durchschnittlich nur umgerechnet knapp 100€ pro Monat zur Verfügung. Gesunde Ernährung und eine angemessene medizinische Versorgung können damit nicht ausreichend abgedeckt werden. Auch vielen Kindergärten und Schulen fehlt das Geld für gesundes Essen. Die Folge ist, dass 26,5% der Kinder chronisch mangelernährt und in ihrem Wachstum zurückgeblieben sind und sie zeitlebens unter körperlichen und geistigen Einschränkungen leiden werden.

Daher ist es uns ein großes Anliegen, möglichst vielen Kindern und Jugendlichen im Township von Kleinmond mindestens einmal täglich eine gesunde Mahlzeit zukommen zu lassen. Dies soll durch unsere neue Suppenküche ermöglicht werden, deren Bau durch Mittel der DER Touristik Foundation und der Europäischen Zentralbank (?) finanziert wird. Für die laufenden Kosten, wie Instandhaltungskosten, Einkauf der Nahrungsmittel, Personal- und Energiekosten, werden hingegen laufende Spenden und Mitgliedsbeiträge benötigt.

Wir freuen uns über jede Spende, und wir können Ihnen versichern, dass jeder Euro 1:1 bei den Kindern ankommt.

Zitate der Projektinitiatorin Simone Dimmerling:

„Der Besuch im Township von Kleinmond hat mich nachhaltig beeindruckt. Die Armut mit eigenen Augen zu sehen, die Menschen kennen zu lernen, die in diesen Armutsvierteln leben müssen, mit ihnen zu sprechen und ihre Geschichten zu hören – das alles hat in mir den Wunsch geweckt, zu helfen.

Am meisten hat es mich erschüttert, dass die Kinder und Jugendlichen der Gewalt auf den Straßen schutzlos ausgeliefert sind. Ich war fassungslos als ich die Drogendealer neben den wenigen Spielplätzen und an den Schulwegen stehen sah. Und so beschloss ich für diese jungen Menschen einen sicheren Ort zu bauen.

Da ich dies nicht alleine tun kann, war ich sehr erleichtert als die Vorsitzende von Themba Labantu e.V. zu mir sagte „ich helfe Dir“. Diese drei Worte haben alles ins Rollen gebracht und ich bin sehr dankbar und glücklich, dass wir gemeinsam mit Ihrer Hilfe die Möglichkeit haben, diesen unschuldigen Kindern eine bessere Zukunft zu bieten. Eine Zukunft in der Bildung und Unabhängigkeit im Vordergrund stehen.

DANKE, dass Sie uns unterstützen!“